Bremsen‑Emissionen sind ein zentrales Thema der kommenden Gesetzgebungen, wie EU7 oder CHN7: Non-Exhaust-Emissionen, neue Grenzwerte und steigende Anforderungen an Messgenauigkeit verändern die Entwicklungs‑ und Prüfprozesse nachhaltig. ZF/AIP unterstützt diese Entwicklung mit einem Portfolio an Prüfstandslösungen und Messsystemen – darunter auch richtlinienkonforme Messtechnik für Bremsen-Emissionen. Die FAKT GmbH (Kraftfahrtechnisches Prüf‑ und Ingenieurzentrum) nutzt diese Technologie, um ihre Mess‑ und Prüfkapazitäten für Bremsen-Emissionen am Standort Heimertingen zu erweitern und gleichzeitig eine hohe wiederholbare und reproduzierbare Datenqualität für Kundenprojekte sicherzustellen. Aus diesem Grund hat sich FAKT für eine Mischung aus Eigenentwicklung und qualitativ hochwertigen Komponenten von ZF/AIP entschieden.

Präzise und reproduzierbar prüfen
Mit der Weiterentwicklung der Regularien steigt der Bedarf an Messsystemen, die nicht nur „messen“, sondern wiederholbar vergleichbare, belastbare und richtlinienkonforme Ergebnisse liefern – auch über verschiedene Prüffelder, Messkampagnen und Prüflinge hinweg. Genau hier setzt die AIP-Bremsen-Emissions-Messtechnik an: als spezialisiertes System zur Messung von Bremsen-Partikeln und zur Erzeugung reproduzierbarer Emissionsdaten als Grundlage für Forschung, Entwicklung und Homologation.
FAKT, als größtes freies EURO 7 Testzentrum, hat sich im Rahmen der Zusammenarbeit für den Aufbau von insgesamt fünf Anlagen entschieden. Das System basiert auf einer Kombination aus der von FAKT eigenentwickelten Enclosing (Prüflingseinhausung) und Luftkonditionierung sowie der AIP‑Messtechnik für Bremsen‑Emissionen. Komplettiert wird der Prüfstand durch den elektromechanischen Aufbau sowie der Automatisierung von ZF, um hochpräzise Simulationen definierter Fahrprofile zu ermöglichen.
Damit wurde die Grundlage geschaffen, mehrere Messaufgaben effizient abzuwickeln – bei durchgängiger Datenkonsistenz und richtlinienkonformer Vorgehensweise. Im Fokus stehen dabei:
- Gravimetrische PM‑Bestimmung für PM10 und PM2.5
- Messung von solider und totaler Partikelanzahl SPN10 und TPN10
- Richtlinienkonform nach GTR 24 / UN R 179

Bremsen Emissions Messung nach aktuellem Stand konform GTR 24 und UNR 179
Mit einer speziell für Bremsstaub‑Emissionen entwickelten, GTR/UNR‑konformen Messtechnik bietet AIP eine zukunftssichere Lösung: Der PMC-DI ermöglicht die gravimetrische Partikelmassebestimmung von PM10 und PM2.5, Isokinetische Probenahme in Kombination mit präziser Mass-Flow-Controller-Technologie garantieren zuverlässige und reproduzierbare Ergebnisse. Der SPC-DI liefert Partikelanzahlkonzentrationen für SPN10 und TPN10, durch bewährte CPC-Analytik und verschleißfreie Verdünnungsstufen. Als akkreditiertes Kalibrierlabor stellt AIP zudem ISO‑17025‑konforme Kalibrierungen für alle relevanten Messgrößen bereit und gewährleistet damit rückführbare Messergebnisse sowie maximale Prozesssicherheit.
Technische Highlights der AIP-Messtechnik:
- PM10- und PM2.5-Messung als kompaktes Kombi-Gerät
- Richtlinienkonforme isokinetische Probenahme
- Präzise Mass-Flow-Controller-Technologie
- PM- und PN-Messtechnik in einem kompakten 19-Zoll-Schrank
- Effizienter Prüfstands-Betrieb durch Multisampling-System
- Durchflussmessung mit bewährter RDE‑Technologie

Mehr Durchsatz, robuste Datenbasis, zukunftssichere Aufstellung, neue Märtke
Mit fünf Systemen zur Messung von Bremsen-Emissionen schafft FAKT die Voraussetzungen für eine standardisierte und zukunftsfähige und effiziente Messinfrastruktur – bei hoher Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit der Emissionsdaten und klarer Ausrichtung an geltenden und zukünftigen Regularien.
Aufbauend auf der erfolgreichen Implementierung der Bremsen-Emissions-Messtechnik soll die Zusammenarbeit zwischen FAKT und ZF/AIP künftig weiter intensiviert werden. Neben der gemeinsamen Weiterentwicklung und Optimierung der Messtechnik stehen dabei auch neue Anwendungsfelder und Marktpotenziale im Fokus. Vor dem Hintergrund wachsender regulatorischer Anforderungen wird perspektivisch zudem ein gemeinschaftlicher Vertrieb entsprechender Anlagen angestrebt – insbesondere mit Blick auf den asiatischen Markt. Ziel ist es, die kombinierte System‑ und Anwendungskompetenz aller Partner gezielt einzusetzen, um Kunden auch international leistungsfähige und praxisbewährte Lösungen anzubieten.
„Für uns bei FAKT ist die enge Zusammenarbeit mit ZF und AIP ein zentraler Erfolgsfaktor. Unsere Prüftechnik steht für Innovation, Qualität und Zuverlässigkeit. Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir Maßstäbe für Präzision und Vergleichbarkeit bei Messungen rund um Euro 7. FAKT schafft Lösungen, die bereits heute auf die Anforderungen zukünftiger Regularien ausgelegt sind.“ (Xaver Fackler, Geschäftsführer FAKT GmbH, 2026)
